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Burggeflüster aktuelles im Hartung anno domini zweytausend sech und zwanzig.

  • olafarchut
  • 16. Okt. 2024
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 1 Tag


Auf jener Seyte, erfahret ihr was sich im letzten und in diesem Monat all hier bey uns getan hat.



Neujahresgrueße

​​„Hört, ihr edlen Herren und ehrenwerten Frauen, geschätzte Freunde und Weggefährten!

Das Rad der Zeit hat sich erneut gedreht. Die längsten Nächte liegen hinter uns, und obgleich der Winter das Land noch mit seinem eisigen Atem gefangen hält, so kündet das erste Licht des neuen Jahres bereits vom Sieg der Sonne über die „Finsternis.“​​

Blicken wir zurück auf das Jahr, das hinter uns liegt. Wir danken dem Allmächtigen für die Ernte, die unsere Scheunen füllte, und für die Gemeinschaft, die uns in schweren Stunden Halt gab. Mancher Sturm mag an unseren Mauern gerüttelt haben, doch wir stehen noch immer hier – gemeinsam, an diesem Feuer, in dieser Halle.“

​„Nun schlagen wir ein neues Blatt im Buche des Lebens auf. Möge das kommende Jahr euch gewogen sein:

Möge das Korn auf euren Feldern hoch wachsen und das Vieh gedeihen.

Möge der Friede in euren Häusern wohnen und der Zwist vor euren Toren bleiben.

Mögen eure Herzen so warm bleiben wie dieser Herd, auch wenn draußen der Frost klirrt.“


​„Lasset uns die Becher heben auf das, was kommt! Auf die Gesundheit, auf die Treue und auf ein gesegnetes neues Jahr.

Heil dem neuen Jahr!


Wohlgeborene Ritter, tapfere Streiter und edle Schildknappen!

Legt die Wehr ab und rückt näher ans Feuer. Das Jahr ist wie ein langer Ritt durch unwegsames Gelände zu Ende gegangen, und wir stehen an der Schwelle zu neuem Ruhm.

Hinter uns liegt ein Jahr der Prüfungen. Wir haben unsere Klingen für das Recht geführt und unseren Eid mit Taten besiegelt. Mancher Schild mag Scharten davongetragen haben, doch unsere Ehre glänzt heller als je zuvor. Wir gedenken jener Brüder, die nicht mehr an dieser Tafel sitzen, und ehren ihren Mut.

​Das neue Jahr wird uns neue Turniere, aber auch neue Schlachten bescheren.

Möge euer Schwertarm niemals müde werden.

​Möge euer Ross euch treu durch jeden Sturm tragen.

​Und vor allem: Möge euer Wort stets so fest stehen wie der Fels einer Trutzburg.

Erheben wir die Becher auf die Bruderschaft! Auf dass wir im kommenden Jahr nicht nur als Kämpfer, sondern als Gerechte bestehen.

Auf den Kaiser​ Auf die Ehre! Auf das neue Jahr!“


Was geschieht im Hartung

01.01. Neujahr

06.01. Heilige 3 Könige

08.01. Mittelalter Stammtisch bei Andre

16.01. Mittelalter Stammtisch bei Andre

22.01. Mittelalter Stammtisch bei Andre

27.11. Mittelalter Stammtisch bei Andre

31.01. 19 Uhr Die Freidigen treffen sich im Irish Pub O Tooles zu Eisenach


Spruch

Wer einen Mann mit falschem Rat

ermuntert hat zu böser Tat,

dann drückt die Sünde schwer auf ihn,

weil er ihm seinen Rat geliehn.

Doch drückt die Sünde dem auch hart,

vom den die Tat begangen ward.

Friedrich Freidank aus seinen Werk ,,Bescheidenheit" Teilnehmer am Kreuzzug 1228-1229 unter Friedrich II.



Was die Schreiberlinge zu berichten wussten


Ein mitreißender imposanter Roman über den Staufer Kaiser Friedrich II der auf 831 Seiten den Leser in die die Zeit der Staufer mit nimmt. Es geht zügig vorran und läst kaum lange Weile zu.





















Spannend mit vielen historisch überlieferten Tatsachen.



Burgkueche richtet ,,Dornbutt in Kreyter gebachen " zu


Steinbutt im Kräuterbett gebacken.

Ein Gericht, das Feinschmeckern schon vor mehr als 500 Jahren das Wasser im Mund zusammenlaufen ließ.

Zutaten: 1,2 -1,5 kg Steinbutt, Öl, Zitronensaft, 50g Butter, reichlich frische Kräuter (Petersilie, Dill, Estragon, Fenchel, Basilikum, Thymian, Borretsch, Salz, weißer Pfeffer), ein ungeleimtes, gut abgelagertes etwa 3 cm dickes Eichenbrett, ca50x50 cm

Den Steinbutt unter fließenden Wasser waschen und mit sauberen Leinentuch gut abtupfen und die dunkle Haut der Oberseite vorsichtig abziehen. Dazu schneiden sie den Fisch mit einen scharfen Messer am Schwanz ein, packen die Haut mit der einen Hand, mit der anderen den Fisch und ziehen die Haut vorsichtig, doch mit energischen Ruck ab.

 

Die helle Haut auf der Unterseite des Fisches im Abstand von etwa 1 cm bogenförmig einschneiden.Auf dem Backbrett ein dickes ,,Bett" etwa einige cm größer als der Fisch, aus den frischen Kräutern auslegen. Den Steinbutt leicht salzen pfeffern und mit der hautlosen Seite auf das Kräuterbett legen.Dann dick mit den Kräutern die Sie vorher durch das Öl gezogen haben,belegen. Den Fisch in den vorgeheißten Backofen (180°C) 25-30 Minuten garen lassen.

 

Den fertigen Steinbutt herausnehmen, die Kräuter entfernen und den Fisch tranchieren. Dazu mit dem Filetiermesser von der Mittelgräte auf den Gräten nach außen fahren und die Filets ablösen, anrichten und mit Kräutern bestreuen.

Die erwärmte, schaumig geschlagene und mit Zitronensaft abgeschmeckte Butter dazu reichen.

 

Lasset es Euch wohl munden.

 

Ein wahrhaft königlicher Genuss. Dafür lohnen sich die Ausgaben für den Kauf eines speziellen Backbrettes, das auch nach öfterem Gebrauch immer mehr das Aroma der Kräuter und des Steinbutt annimmt und ihn immer besser schmecken lässt.

(gef.,,Wie man ein teutsches Mannsbild bey Kräfften hält v. H.Jürgen Fahrenkamp)


Mittelalterliche Redewendungen


,, Eine Lanze brechen "

 verteidigen, eintreten.

 

 

Diese Redewendung lautet eigentlich korrekt ,,eine Lanze einlegen" und entstammt dem mittelalterlichen Turnierwesen.

 

Wenn man im Kampfgetümmel sich für einen Freund einsetzte, legte man seine Lanze ein- das bedeutete, man klemmte sie zwischen den rechten Oberarm und rechten Brustpanzer, wo zu diesem Zweck meist ein passender Haken angebracht war - und ritt auf den betreffenden Gegner los.

Bei diesem durchaus brutalen Zweikämpfen riskierte man den Bruch seiner Lanze, was die andere Version der Redewendung erklären mag. Im übertragenen Sinne wurde sie erst im 18. Jahrhundert verwendet.

Heute legt man man aber - statt einer Lanze - ein gutes Wort ein. Das Wort Lanze wurde übrigens erst ab den 12. Jahrhundert als Lehrwort aus dem französischen benutzt, im Mittelhochdeutschen hieß sie ,,sper".

 (gefunden in ,,Schwein gehabt" Redewendungen des Mittelalters von Gehrhard Wagner)


König Wenzel II. von Böhmen 1271 - 1305


Als Kind lebte Wenzel von 1279 bis 1283 unter strenger Aufsicht seines Vormunds Otto V. in Brandenburg. Nach seiner Rückkehr stand der jugendliche König in Prag bis 1288 unter dem Einfluss des Witigonen Zawisch von Falkenstein. Als regierender König erwarb er zur böhmischen 1300 die polnische und von 1301 bis 1303 für seinen Sohn Wenzel III. die ungarische Krone.


Unter Wenzels Namen sind 3 reitzvolle Lieder überliefert. Eine Strophe deutete man als Huldigung an seine Frau Guta (>>Vil klare gute<<)

Große Heidelberger Liederhandschrift (Heidelberg, Universitätsbibliothek, König Wenzel von Böhmen Codex Manesse, um 1300)

   



 
 
 

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